Sehr geehrte Frau Schmidt,
sehr geehrte Frau Jesse,
sehr geehrter Herr Schummer,

in der am 20.02.2017 gesendeten Reportage des „Team Walraff“ wurden etliche Missstände in den von der Lebenshilfe Düren/ Lebenshilfe HPZ betriebenen Rurtalwerkstätten bei Aachen und in den Lebenshilfe Werkstätten Leverkusen / Rhein-Berg sowie im von der Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt betriebenen Wohnheim aufgedeckt. Behinderte Menschen wurden menschenunwürdig und in strafrechtlich relevanter Weise be- und misshandelt und gedemütigt.

Im Nachgang zu diesem Skandal sind uns jedoch keinerlei personelle Konsequenzen verantwortliche Personen betreffend bekannt geworden (mit Ausnahme des Rücktritts eines ehrenamtlichen Geschäftsführers aus gesundheitlichen Gründen, der jedoch ausdrücklich für seine Verdienste hoch gelobt wurde). Verschiedentlich war zudem zu lesen, dass die Täter selbst gekündigt wurden, indes wurde in keinster Weise bekannt, dass geprüft würde, wer in der Führungsebene, z.B. Vorstand der örtlichen Lebenshilfe, für diesen Skandal verantwortlich zeichnet. Wer hat hier versagt? Wie konnten diese Taten geschehen, ohne bemerkt zu werden? Wer ist für die Personalauswahl zuständig gewesen, wer für die Überwachung? Diese Verantwortungsträger müssen gehen!

Welche Schlussfolgerung dürfen die Mitarbeiter auf Leitungsebene an diesen und allen anderen Standorten sonst ziehen? „Egal was geschieht, egal was in meinem Verantwortungsbereich passiert – mein Posten ist sicher“?

Solch widerwärtige Taten dürfen sich nicht wiederholen. Deshalb muss jedem Verantwortungsträger klar sein, dass er solche in seinem Einflussbereich verhindern muss, um nicht selbst den Hut nehmen zu müssen. Wir verlangen deshalb, dass in den jetzt aufgedeckten Fällen personelle Konsequenzen nicht nur bei den betroffenen Mitarbeitern, sondern auch in der Führungsebene gezogen werden.

Sollte sich der Bundesverband oder die Landesverbände der Lebenshilfe NRW bzw. RLP hier nicht in der Lage sehen, auf den örtlichen Verein/gGmbH entsprechend Einfluss zu nehmen, so sind diese zumindest aus dem Landesverband auszuschließen.

Die bislang aufgrund der Enthüllungen (nicht) erfolgten Reaktionen verhöhnen die Opfer und rücken die Lebenshilfe insgesamt in ein sehr dubioses Licht.

 

In Erwartung längst überfälliger Reaktionen

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